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Urschiffe
Unter diesem Oberbegriff sollen alle Schiffe zusammengefasst sein, die schon vor der güldenländischen Besiedlung die
aventurischen Meere befuhren. Dabei müssen wir uns jedoch auf die noch heute gebräuchlichen Typen beschränken, da beispielsweise
die Elfen zwar nachweislich Schiffbau betrieben, verlässliche weitergehende Aussagen hierüber jedoch im Dunkel der Zeiten
verschollen sind.
Die Beobachtung, dass Holz (und auch andere Materialien) auf Wasser schwimmen, dürfte die intelligenten Bewohner Aventuriens
schon früh auf die Idee gebracht haben, dass es möglich ist mit Hilfe passender Gefährte Seen Flüsse und Meere zu befahren.
Die einfachen Gefährte, die auf dieser Erkenntniss fußen, sollen im Folgenden vorgestellt sein:
Flösse
Ein Floß besteht aus einer Reihe größerer Holzstücke (Baumstämme aber auch Planken von Schiffen, Schilfbündel o.ä.), die durch z.B. Seile,
Lianen o.ä. möglichst fest aneinander gebunden sind. Ein Floß ist kiellos und besaß ursprünglich sicherlich weder Mast noch sonstige Aufbauten. Es
ist kaum manövierbar, ein Spielball der Strömung bietet kaum Schutz bei Wellengang und hat eigentlich ständig das Bestreben
auseinander zu fallen. Dies werden sicherlich viele ehemals Schiffbrüchige bestätigen können. Dass sie dies bestätigen können,
liegt aber auch daran, dass es trotzdem möglich ist, mit Hilfe eines Flosses erstaunliche Strecken selbst auf offener See
zurückzulegen.
So dürften sicherlich einige zuvor unbewohnte Inseln in den Urzeiten mit Hilfe solcher Gefährte besiedelt worden sein, ja wohl werden sogar einige Waldmenschenstämme aus weiter mittäglich gelegenen Gestaden eingewandert sein. Zum Beweis seien die schon von Bastan Munter beschriebenen Schilfrundboote der Tocomuyac angeführt. Und nebenbei bemerkt ist auch die Zedrakke (ursprünglich aus Binsen gebaut) auf diese einfachen Gefährte zurückzuführen.
Einbäume
Einbäume werden -wie schon der Name verrät- aus einem einzelnen Baumstamm gefertigt.
Auch wenn diese Schiffe einfach anmuten, sind doch schon bedeutende technische Vorraussetzungen nötig um einen
solchen Einbaum zu fertigen. So muss ein passenden Baum gefällt und Richtung Wasser transportiert werden. Ebenso muss hier passendes Werkzeug
vorhanden sein, um diesen auszuhöhlen.
Der entstandene Bootsrumpf wird dann zumeist durch Abfackeln konserviert.
Die Besatzung eines solchen Einbaum differiert zwischen 1 und bis zu 60 Ruderern, die dem Boot mit Hilfe von Paddeln enorme Geschwindigkeiten
verleihen können. Zum Segeln eignet sich ein einfacher Einbaum nicht.
Auslegerboote
Eine direkte Weiterentwicklung des Einbaums stellt das Auslegerboot dar. Dabei werden zumeist Holzstücke
über lange Äste mit dem eigentlichen Bootsrumpf verbunden. Durch diese Ausleger wird dem Gefährt mehr Stabilität
verliehen, so dass es auch möglich ist, diese Boote mit einem Mast und Segeln zu versehen. Dieser Bootstyp ist heuet noch bei vielen
Waldmenschenstämmen im Süden als Kriegskanu, zum Fischen oder Handeln in Gebrauch.
Die Abmessungen eines Einbaums oder Auslegerbootes sind naturgemäß wenig einheitlich: Die Länge differiert
zwischen 3 und etwa 30 Schritt, die Breite ist natürlich vom Umfang des ursprünglichen Baumes abhängig und beträgt wohl nie mehr denn 1 Schritt.
Die Ausleger sind zumeist zwischen 2 und 5 Schritt lang. Der Tiefgang ist beinah vernachlässigbar.
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