Thorwalerschiffe: Otta und KnorreVorbemerkung: Sollte hier wie auf anderen Seiten von Efferdas.de von Mann, Männern, Thorwalern, Matrosen usw. usf. die Rede sein, so geschieht dieser Verzicht auf die weiblicher Form nur um der besseren Lesbarkeit willen. Keinesfalls soll dies die aventurischen Frauen im Allgemeinen und die thorwaler Frauen im Besonderen in irgendeiner Form herabwürdigen. Efferdhilf! Der Autor ist mit der derzeitigen Gestalt seiner Nase und Gesichtsknochen sehr zufrieden und möchte sie noch lange in dieser Form erhalten!
Kaum ein aventurisches Volk fühlt sich dem Meer und der Seefahrt so verbunden wie die Thorwaler. Selbst Sippen, die hauptsächlich Ackerbau betreiben, bezeichnen sich selbst als Ottaskin – als Schiffsbesatzung also. So mag es merkwürdig anmuten, dass dieses Volk von Seefahrern nur zwei Schiffstypen -namentlich die Otta (das klassische Drachenschiff) und die Knorre - hervorgebracht und sich der Schiffbau der Hjaldinger seit dem Auszug keinen Veränderungen unterworfen hat. Dies wird im Allgemeinen dem Traditionsbewusstsein der Nordmänner zugeschrieben, was sicherlich zum Teil auch der Wahrheit entspricht. Es soll jedoch zum einen nicht verschwiegen werden, dass berechtigte Zweifel bestehen, dass der Zug über das große Malmeis vor mehreren tausend Jahren schon mit den gleichen Schiffstypen erfolgte, welche noch heute von den Nordmannen auf Kiel gelegt werden. Es dürfte sich eher um offene Ruderschiffe ohne Decks gehandelt haben, die höchstens über einen Hilfsmast verfügten, während heutige Ottas zumeist nur bei Flaute oder im Kampf gerudert werden, Knorren bestenfalls noch im Notfall. Auch dürfte insbesondere die Breite jener Schiffe der Altvorderen geringer gewesen sein, die Schiffe im Ganzen also noch schlanker als die heutigen Drachenschiffe Zum Anderen basiert auch die Kogge im Ursprung auf dem Bauplan einer Knorre. Otta
Knorre
Snekkar
1 Übrigens werden bestimmte Frauen in Thorwal als "knorrbusig" bezeichnet! |
