• Zurück zum Anfang von Efferdas.de

  • Zur Baroniebeschreibung

  • Zur Seefahrt des schwarzen Auges

  • Zur Downloadseite

  • Empfehlenswerte Seiten

  •  Gästebuch ansehen / zum Gästebuch beitragen

  • Kritik, Fragen, Anregungen? Schreiben Sie mir eine mail!
Wappen

Signorie Ranaqides

  • Wappen der Signorie: Quergeteilt mit weißer Blüte auf blauem Feld links oben und blauer Blüte auf weißem Feld links unten
  • Lehnsherr: Signor Taphiro von Berlinghân-Ranaqides
  • Signorssitz: Ranqides
  • Einwohner: 2000
  • Größte Ortschaft: Ranaqides (150)
  • "Bald bogen wir von der gut ausgebauten Straße gen Toricum auf einen nicht weniger guten wenn auch schmaleren Weg ab. In solch gutem Zustande sei der Weg jedoch nur bis zum freiherrschaftlichen Steinbruch und zum Schloß, erklärte mir Ihre Hochgeboren, danach sei der Weg nichts weiter als ein zu dieser Jahreszeit noch nicht zu staubiger Karrenweg, welcher über das Dörfchen, welcher der Signorie ihren Namen gegeben, gen Sikras führe. Gegen Mittag schließlich, als Praios Rund hoch am Firmament stehend mit größter Kraft auf uns herab brannte (ich prieß das Halbverdeck, welches uns, die wir in der Kutsche saßen, Schatten spendete), kamen wir schließlich zum Monte Paklai. Nahe der Kuppe der höchsten Erhebung (Berg möchte ich diese nicht nennen) liegt das Anwesen der Baronin, welcher der Stammsitz Ihres Geschlechts ist. Vor dem Westhang gabelte sich der Weg auf, welchem wir hierher gelangt. Linkerhang ende dieser im Steinbruch, während er rechts um den Hügel herumführe und man von dort zum Schloß gelangen oder aber gen Ranaqides weiterreisen könne, wurde mir erklärt. Vor der Abzweigung gen Steinbruch erhob sich die selbst im hellen Lichte der prallen Mittagssonne unheimlich anmutende, viertürmige Garnison. Die geschwärzten Außenmauern dieses Bauwerkes hatten ihren Ursprung in der Zeit der garether Besatzung, erfuhr ich, und wahrhaft der Barbarei jener Jahre kann man beim Anblick dieses rohen und durch und durch häßlichen Baus noch heute gewahr werden. Heute, so wurde ich weiter unterrichtet, diene die Garnision dem Söldlingsbanner der Efferdischen Hellebardieri als Unterkunft. Aufgabe dieser Hellbardieri sei es zur Zeit nur Wachdienste an der Zufahrt zum Steinbruch sowie im Schloß zu versehen; ihre letzte regelrechte Schlacht schlug das Banner vor mehr als denn dreißig Jahren. Gepriesen seien solch friedliche Zeiten und Länder! Unser Zug wählte den Weg zum Schloß herauf. Der Ball sollte in dem schon hergerichteten großen Saal des neuen Schlosses stattfinden, während die Gäste ebenso wie das Gesinde im alten Landhaus Gastung fanden. (...)"

    Ranaqides wird spöttisch auch das efferdische Tobrien genannt, da hier seit Alters her die Herden der von ihren Schäfern und deren Hunden begleitet durch die zum Teil verkarstete Hügellandschaft Phraisschafe das Landschaftsbild bestimmen. Dabei werden jene doch in letzter Zeit zunehmend durch Äcker, Felder, Obstwiesen und Weinhänge der sikramstaler Bauern verdrängt. Eine Entwicklung die durch neue Methoden im Feldbau möglich, durch die zunehmende Bevölkerung nötig und durch die hier beheimateten Adeligen vorangetrieben wurde. Leidtragende dieser Entwicklung sind natürlich die Schäfer, welche bis dato an Feldfrüchten mehr schlecht als recht das anbauten, was sie selbst zum Leben gebrauchen konnten. Sie müssen nun mit ihren Herden auf weniger ergiebige Weidestellen für ihre Herden ausweichen und sind dabei oft gezwungen weite Umwege in Kauf zu nehmen. Reich sind die Schafbauern nie geworden, da die im Besitz des Handelsprivilegs für Schafwolle befindliche Familie Changbari stets die Preise bestimmen konnte, doch nunmehr geht es ihnen an ihre Existenz und schon einige Felder sind absichtlich verwüstet, einige Haine Raub gelegter Brände geworden ... .