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Grafiken der Wappen auf dieser Seite stammen von Andree
Hachmann! Efferdische PolitikDie Verwaltung der BaronieDie
Baronie Efferdas gehört zur Grafschaft Belhanka im Herzogtum Methumis.
De facto jedoch beherrscht Baronin Elanor den Grafen eher als dieser
sie. Durch die Unfähigkeit und Verschwendungssucht der Grafen von
Belhanka sind nämlich viele der Grafenrechte (wie z.B. das
Siegelrecht uvm.) in Besitz der Baronie übergegangen. Inwieweit
sich an diesem Zustande nach der Heirat Graf Torbenias von Belhanka mit
der Reederin Terdillion etwas ändern wird, bleibt
abzuwarten. Efferdas selbst ist in neun Signorien und die
Landstadt Efferdas, die durch den gewählten Bürgermeister
Maestro Slin vertreten wird, unterteilt. Zwei der Signorien -namentlich
Chintur und Sikras- sind Horasdomänen, die durch von der Horas
selbst ernannten Signors vertreten sind, während die Herrschaft
über die übrigen Signorien erblich ist, auch wenn de jurees
den in der Adelspyramide höher stehenden möglich ist, die Familien
wieder aus dem Lehnseid zu entlassen. Eine Besonderheitstellt die
Signorie Letran dar, mit der rein offiziell der Gevroniterorden
belehnt ist, tatsächlich jedoch dieser Orden und damit die
Signorie seit Anbeginn an durch die Familie di Striazirro von Letran
beherrscht wird. Die Signoris aller Signorien (zu denen hier
auch die Landstadt Efferdas zählen soll) bilden zusammen mit dem
Hochgeweihtendes Efferdtempels zu Efferdas den Edlen Rat der Baronie.
Die Zusammenkunft dieses Rates in jedem Praios ist seit langer Zeit zu
einem gesellschaftlichen Ereignis verkommen, bei dem die Kleider,
welche zu dem einleitenden Singspiel respektive dem abschließenden Ball
getragen werden, mehr Gesprächsstoff liefern als die
Beschlüsse des Rates selber, die ohnehin zumeist nur
unverbindlichen Charakter haben. Wirklichen Einfluß auf die
Beschlüsse Ihro Hochgeboren Elanor hat dagegen der Aquamarinrat,
welcher den engsten Beraterstab darstellt. Seine Zusammensetzung ist
weiter unten dargestellt. Eine besondere Struktur hat
naturgemäß ebenso die Verwaltung der Landstadt Efferdas. Jeder in
Efferdas Kopfsteuern Entrichtende(ergo jedes Familienoberhaupt)
bestimmt in geheimer, gleicher Wahl seine 3 Favouriten aus einer Liste
sich zur Wahl Stellender.Das Recht sich zur Wahl zur stellen, besitzt
genauso wie das Wahlrecht jeder Kopfsteuern zahlende. Die 12 die
meisten Stimmen auf sich Vereinigenden stellen zusammen mit den
Vertretern der örtlichen Tempel (sprich deren Hochgeweihten) die
Signorina. Diese Signorina wählt aus Ihrer Mitte heraus einen
Vertreter in die Signora, die die Stadtregierung darstellt und aus
ihrerMitte den Bürgermeister als obersten Repräsentanten der
Stadt bestimmt. Die anderen Sitze in der Signora werden zum einenTeil
durch die Hochgeweihten der örtlichen Tempel besetzt, zum anderen Teil
durch die Oberhäupter der mächtigsten (vulgoreichsten)
Patritzierfamilien der Stadt, die den Sitz für die
göttergefällige Zahl von jeweils zwölf Jahren pachten. Die
Pachtfür einen Sitz wird jeweils zum Ablauf der zwölf Jahre durch
die Signora selbst bestimmt und ist im Voraus zu entrichten.
Die Struktur der efferdischen
Verwaltung
Die BaronieOrgan | Amt | Amtsinhaber | Anmerkungen | | Der Aquamarinrat |
Großsiegelbewahrer | BaronetTaphïro
Berlînghan | (Signorv. Ranaqídes) |
|---|
| Cronratdeputierter |
Baronet Mendolo Salveri di Punta
|
| Freivogt |
Baronet Barabo Salinas di Punta
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(Signor v. Valderas) |
| Der edle Rat |
Alle
Signores d. Baronie
Ferner: Hochwürden
Effredo |
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| Freigericht |
bestehend
aus einem vorsitzenden Richter u. zwei Schöffen |
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Die Städte
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Stadt
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Amt/Organ
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Amtsinhaber
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Anmerkungen
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Landstadt Efferdas
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1er Bürgermeister
| Maestro
Vitello Taladûr Slin
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(durch d. Signoria bestimmt)
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Signoria
(z.Zt. 6 auf 12 Jahre gekaufte Sitze)
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Familie Raloff
Familie Kanbassa
Familie Changbari
Familie Gerber
Familie Vinarii
Familie Slin
sowie Hochwürden Effredo
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(bestimmt durch die Signorina)
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Signorina
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12 gewählte Bürger
d. Stadt
sowie alle Hochgeweihten d. örtlichen Tempel
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Stadtvogt
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Baronet Khadan v. Geremoni-Schelf
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Landvogta
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Cavalliera Esmania v. Efferdas
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1ter Stadtrichterin
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Esquira Amene Malatesta
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2ter Stadtrichter
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Esquirio Effredo di Striazirro
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Stadt Thirindar
(Besitz
d. Hauses Thirindar)
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Bürgermeister
|
Maestro
Alricilian Raloff
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Stadtvogt
|
Cavalliere Bardo Thirindar v. Schelf
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Stadtrichterin
|
Esquiria Efferdina Torrem
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Stadt
Torremund
(Besitz d. Hauses Torrem)
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Bürgermeisterin
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Maestra Efferdia Slin
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Stadtvogt
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Cavalliere Drago Ariando Torrem v. Torremund
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(Signor v. Torremund)
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Stadtrichter
|
Esquirio Allesandro Torrem v. Torremund
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(Sohn d. Signors)
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Stadt
Neu-Torremund
(am urbetischem Ufer) |
Stadtvogta
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Cavalliera
Selinde Torrem v. Torremund
|
(Besitz
d. Hauses Torrem) |
Castello Pontorre
|
Esquirio Ascanio Torrem
v. Torremund |
(Erb-Signorino
v. Torremund) |
Stadt Toricum
(Besitz d. Hauses Torrem)
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Bürgermeister |
Maestro Bassanio Changbari |
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Stadtvogt
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Cavalliere Elemanus Malatesta
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Stadtrichter |
Esquirio Feodora Torrem |
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Castello di Toricum |
Cavalliere Elemanus Malatesta |
(Stadtvogt v. Toricum)
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Stadt
Letran
(Besitz d. Hauses Striazirro)
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Bürgermeister
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Maestro Colombino Kanbassa
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Stadtvogta |
Cavalliera Odina di Striazirro |
(Cavalliera v. Letran)
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Stadtrichterin
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Esquiria Rohaljane di Malatesta
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Castello Letran
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Ordensgroßmeister Tilaisan di Striazirro
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(f. d. Gevroniterorden)
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Die Signorien
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Lehen |
Adliger
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Anmerkungen |
| Signorie Thirindar |
Signor Bardo Thirindar v. Schelf |
(Vetter der Staats-Procuratorin) |
| Signorie Torremund |
Signor Drago Ariando Torrem v. Torremund |
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| Castello Torremolino |
Cavaliere Barabo Torrem v. Toricum |
(Stammburg d. Torrems) |
| Signorie Sikras |
Cavalliere Tomasiello di Punta |
(Horasdomäne) |
| Signorie Toricum |
Signor Reon Phalaxan Torrem v. Toricum |
(Freivogt v. Efferdas) |
| Signorie Valderas |
Signor Barabo Salinas di Punta |
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| Signorie Efferdizza |
Cavalliera Elvene Asmodena Berlînghan |
(Gut
d. Hauses Berlînghan) |
| Signorie Cintûra |
Cavalliera Praosina di Malatesta |
(Horasdomäne) |
| Signorie Letran |
Cavalliere Tilaisan di Striazirro |
(Gut d. Hauses Striazirro) |
| Signorie Ranaqídes |
Cavalliere Taphïro Berlînghan |
(Großsiegelbewahrer von Efferdas) |
Die bedeutenden Familien Efferdiens
Adelsfamilien
Wahlspruch
" Semper fidelis hostibusque adversum "
Geschichte
Die Familie stammt -wie schon der Name verrät-
ursprünglich von den Ufern des efferdischen Grenzflusses Torre.
Sie vermag ihre Ahnenlinie bis in die Tage des alten Bosparan
zurückverfolgen und ist reich an berühmten Vorfahren. Durch ihre geschickte Heiratspolitik - aus der auch die beiden
Seitenlinien der T.-Schelf und T.-Firdayon hervorgingen- ist sie
mittlerweile zu einer der mächtigsten Familien des Reiches
aufgestiegen. Sie besitzt daher von allen efferdischen Familien den
größten Einfluß am Hofe zu Vinsalt.
Auftreten
Für horasische Verhältnisse ist das Auftreten der Torrems
bescheiden zu nennen. Reichtum wird nicht übermäßig zu Schau
gestellt, Macht und Einfluß eher im Stillen ausgeübt, indem man
sich unentbehrlich macht. Die Torrems beherrschen das horasische
Spiel der gegenseitigen Gefälligkeiten sowohl untereinander als auch
im Umgang mit den anderen Mächtigen des Reiches nahezu perfekt.
Freunden ist man treu, Feinde werden langsam isoliert.
Wichtige Mitglieder
- Signor Reon Phalaxan XXIV.
Torrem v. Toricum; Signor von Toricum und Familienoberhaupt
- Drago Ariando Torrem v. Torremund; Signor von
Torremund
- Cavaliere Barabo Torrem v. Toricum
-
- u.v.m.
Wahlspruch
"Fluctuat nec mergitur"
Geschichte
Erstmals erwähnt in der Zeit der Kusliker Herzöge als
Rittergeschlecht Paklai stieg die Familiein Person des
Befreiungskriegshelden Hilbert Paklai zu Baronen von Efferdas auf.
Auchwenn die Familie immer klein blieb, wurden -begünstigt durch
dieSchwäche des Grafengeschlechts- die Efferdas zur
einflußreichsten Familie der Grafschaft.Mittlerweile übt das
Geschlecht sogar Teile der Grafengewalt (wie zum Beispiel das
Siegelrecht) aus.Durchgeschickte Heiratspolitik ist es der Familie in
den letzten Jahrzehnten auch gelungen ihren Einfluß auch außerhalb
von Belhanka zu mehren.Besonders erwähnt werden muss hierbei die
Seitenlinie E.-Schelf in Drôl.
Auftreten
Die Familie ist klein, aber reich und ambitioniert. Allen Efferdas
scheint ein aufbrausendes Wesen zu eigen zu sein. Ihre Ziele erreichen
sie durch eine der Familie eigenen Art von Beharrlichkeit und Alles
auf eine Karte setzen. Baronin Elanor strebt immer deutlicher nach dem
Grafenthron zu Belhanka.
Wichtige Mitglieder
- Elanor von Efferdas; Baronin von Efferdas und Familienoberhaupt
- Ebius von Efferdas-Cintana; Cavalliere von Cintana; Magister
- Esmania von Efferdas-Schelf, Cavalliera von Efferdas auf Efferdas, Stadtvogta
- Reon v. Efferdas-Schelf; Esquirio von Bathâr (Oberhaupt der kusliker Efferdas-Schelf))
- Die Familie di Striazirro
Wahlspruch
"Allein die Ehre ist unteilbar"
Geschichte
Die di Striazirro sind vor allem ein horasiaisches Adelsgeschlecht. Die Letran-Striazirros sind ein nur unbeutendes Seitengeschlecht, welches aber seit Urzeiten in Letran beheimatet zu sein scheint. Auch wenn in den Wirren der Geschichte vieles von dem verschollen ist, was über dieses Geschlecht zu berichten wäre, scheint doch gesichert zu sein, dass der hl. Gevron vom Theater zu Arivor der Urahn der Familie ist.
Auftreten
Die Familie gibt stark rondraisch geprägt. So hält sich die Familie weitestgehend aus den Ränkespiele am Hofe zu Efferdas heraus, obwohl durch die familieneigene Pferdezucht enge wirtschaftliche Beziehungen zum freiherrschaftlichen Hof bestehen.
Wichtige Mitglieder
- Tilaisan di Striazirro, Signor von Letran
- Esquirio Effredo di Striazirro, 2ter Stadtrichter von Efferdas
Wahlspruch
"Wenn Du beten lernen willst, so geh an die Ufer des Meeres!"
Geschichte
Die di Punta traten zunächst als einfache Salzpächter in dem kleinen Örtchen Salinas in Erscheinung. Durch großes kaufmännisches Geschick stiegen sie alsbald zu Geldgebern der verschwendungssüchtigen Familie von Valderas auf, wurden später deren Vasallen bis sie Ihnen schließlich vor 35 Götterläufen die Signorie schlichtweg abkauften.
Auftreten
Fleißig und bodenständig traten die di Punta in der Vergangenheit stets auf. Sie sind der Familie Efferdas treu ergeben. Die Kinder des Signor Barabo scheinen alle ein wenig aus der Art zu schlagen. Entweder durchtrieben und arrogant oder aber verträumt sind seine Sprößlinge. Dies scheint den sonst so ausgeglichen erscheinenden Signor zunehmend Sorge zu bereiten.
Wichtige Mitglieder
- Barabo Salinas di Punta, Signor von Valderas
- Baronet Mendolo Salveri di Punta, Cronratdeputierter von Efferdas
- Aliesa Elnia Priscanti di Puntas, Cavaliera der Horasdomäne Sikras
Wahlspruch
"Die Großen sind nicht die weisesten"
Geschichte
Die di Malatesta stammt wie die Familie Efferdas aus Ranaqides und dienten den Urahnen der Efferdas als Händler für ranaqidische Wolle. In den Unabhängigkeitskriegen fochten alle Malatesta an der Seite Hilber Paklais auf Seiten der Aufständischen und zahlten einen hohen Blutzoll. Für diese patriotischen Taten wurden die Malatesta in den Adelsstand erhoben. Ihren damals noch vorhandenen Reichtum verloren sie zu Zeiten König Dettmars mit wahrhaftig tollkühnen Versuchen die Seeblockade der mittelreichischen Flotte zu brechen. Heutigentags sind die Malatesta die abhängigsten Vasallen der Familie Efferdas. Dafür findet man sie beinah überall in der Verwaltung oder den Truppen der Baronie.
Auftreten
Ein Malatesta ist stolz und auch wenn die Familie wenig Besitz vorzuweisen hat: Ihre glorreiche Vergangeheit kann ihnen niemand nehmen. Und da jeder di Malatesta auch sehr viel auf seine Ehre hält, sind die Malatesta sehr angesehen. Auch die starke Abhängigkeit vom Wohlwollen der Efferdas tut dem keinen Abbruch, denn: "Wenn die Malatesta ohne die Efferdas nichts sind, wieviel weniger sind dann die Efferdas ohne die Malatesta?"
Wichtige Mitglieder
- Esquira Amene Malatesta, 1te Stadtrichterin von Efferdas
- Cavalliere Elemanus Malatesta, Stadtvogt von Toricum
- Esquiria Rohaljane di Malatesta, Stadtrichterin von Letran
- Cavalliera Praosina di Malatesta von Chintura
Patrizierfamilien
Geschichte
Die Slins bauen nachweislich seit 220 n. BF in Efferdas Schiffe,
sind aber wahrscheinlich schon länger hier ansässig. Seit Entstehen
der Baronie Efferdas wuchsen Reichtum und Einfluß der
Schiffbauer stetig. So ist der Forstmeister der
Baronie ein Erbamt der Familie, wie auch der Patron
Vitello zum Bürgermeister der Landstadt gewählt wurde.
Auftreten
Bodenständig und treu sind die Attribute, die die Familie am besten
charakterisieren. Sie sind Efferder durch und durch, was sie bei
den Bürgern der Stadt äusserst beliebt macht. Obwohl die
Wahl von Vittelo Taladûr Slin zum
Bürgermeister der Stadt eher aus Verlegenheit erfolgte, da sich
die anderen Patrizier in der Signora nicht einig wurden, ist er
mittlerweile schon einmal im Amt bestätigt worden. Zu recht, denn mit
der gleichen Beharrlichkeit wie ein Slin nach dem Besten für die
eigene Werft strebt, strebt er auch nach dem Besten für seine Stadt.
Dabei kommt ihm auch das stets ungetrübt gute Verhältnis zum Haus
Efferdas zugute.
Geschichte
Die Raloffs sind wohl vor schon mehr denn 600 Jahren aus Grangorien nach Efferdas übersiedelt und können wohl zu Recht behaupten, die Geschichte der Stadt seitdem maßgeblich geprägt zu haben. Bis zur Unabhängigkeit war die Gemarkung Efferdas silaser Kronland. Und ihre Verwalter stammten 250 Götterläufe lang stets aus dem Hause Raloff. Doch der Ruhm und auch der immense Reichtum der Raloffs verbrauchten sich in den folgenden Jahrhunderten. Stets in Opposition zur Familie Efferdas, welche die Raloffs noch immer als Emporkömmlinge und Usurpatoren ansehen und auch zunehmend in Konkurrenz zu anderen Patrizierfamilien nahmen die Raloffs hohe geschäftliche Risiken auf sich und verloren. Im Jahr 2475 verloren die Raloffs durch Feuer, Stürme und geplatzte Kredite schließlich fast ihr gesamtes Vermögen.
Auftreten
Immer noch geben sich die Raloffs so, als wäre Efferdas ihr Eigentum. Auch erweckt man immer gerne den Anschein, als wären
das Vermögen der Familien noch immer immens. Dabei treten die Raloffs heute eher als Familie ohne wirklichen Geschäftssinn
oder Mut zum Risiko auf. Die Einnahmen aus den Geschäften mit Massengütern wie Holz oder Getreide oder Krämerwaren reicht
häufig gerade noch die zahlreichen Verflichtungen zu befriedigen.
Geschichte
Die Changbari stammen ursprünglich (ebenso wie Familie von Efferdas) aus der Signori Ranaqides und hatten bereits als "Schafbarone"
zu ein wenig Reichtum gebracht als nach der Unabhängigkeit der neue Baron von Efferdas auf der Suche nach Geldmitteln auf
die Idee verfiel, das Privileg für den Wollhandel an die Familie zu verpachten. Die ebenfalls interessierten Raloffs wurden
gar nicht erst gefragt -ein bewußter Affront. Aus diesen Anfängen ist heute eine Tuchhändlerdynastie entstanden, die schon
lange nicht mehr allein mit efferdischer Wolle handelt.
Auftreten
Die Mitglieder der Familie werden immer noch unisono mit dem Spottnamen "Schafbaron" bedacht. Doch die Changbari sind
klug genug, dies nicht als Beleidigung zu empfinden. Immer noch gehört die Schafzucht in Ranaqides zum Familienbesitz und man gibt
sich bodenständiger und bescheidener als das weitreichende Handelsnetz und der Reichtum es nötig machen würde.
Denn: "Besser ertrage ich Spott denn Neid!"
Geschichte
Die Kanbassa sind erst seit etwa 25 Götterläufen in Efferdas ansässig. Der Ursprung der Familie liegt im geheiomnisvollen
Dunklen. Der noch junge Correlio Kanbassa kam damals noch als junger Mann mit einer kleinen Karavelle und wenig Besatzung
aber ungeheueren Reichtümern in Edelsteinen und Südmeerwaren an Bord nach Efferdas. Mit diesen Reichtümern kaufte er sich
in das gerade entstehende Patrizierviertel Quarto Novo ein und erreichtete dort sein Kontor. Woher dies alles stammte, darüber
sind die Gerüchte nie recht verstummt. Piraterie erschien die griffigste Erklärung für all dies zu sein.
Es darf jedoch bei allem Mißtrauen nicht verschwiegen werden, dass die Kanbassa sowohl in politischen wie auch geschäftlichen
Dingen sehr geschickt agieren. Fast jeder Adelige der Baronie hat in den Kanbassa schon einmal großzügige Geldgeber gefunden,
ansonsten handelt man mit Allem, was leicht zu transportieren ist aber großen Gewinn verspricht.
Auftreten
"Tue Gutes und rede darüber!" Nach dieser Maxime versucht die Familie die Ressentiments gegen die "fremden Emporkömmlinge"
zu zerstreuen. Die milden Gaben fallen immmer etwas üppiger aus, die täglichen Armenspeisungen lassen die Bettler die
Familie in den höchsten Tönen loben. Vielleicht erkaufen sich die Kanbassa hiermit auch ein Stück Sicherheit. So ist das
Kontor, obwohl man mit Dingen handelt, die leicht zu stehlen und sehr wertvoll sind, noch nie ausgeraubt worden. Oder liegt
dies an etwas Anderem?
Geschichte
Im Gegensatz zu anderen liebfelder Familien haben die Vinarii ihren Namen nicht in den letzten Jahren bosparanisiert.
Das lässt vermuten, dass die Familie schon sehr lange als Weinbauer und -Händler in und um Efferdas siedelt. Sie ist sich
und den Reben und dem, was man daraus gewinnt immer treu geblieben.
Auftreten
Obwohl die Familie nie ein Privileg auf den Weinhandel erworben hat, besitzt sie das Monopol für efferdischen Wein. Viele
der Weinberge um Efferdas herum sind Familienbesitz und den übrigen Weinbauern zwischen Torremund und Letran diktiert man
Preise. Dass efferdischer Wein heute mit yaquirtaler Tropfen vergleichen werden kann, ist zweifelsfrei ein Verdienst der
Vinarii. Die Geheimnissen der Veredelungen zu Bosparanjer oder Essig werden streng gehütet.
"Hauptsache es bleibt in der Familie!" könnte der Wahlspruch der Vinarii sein. Dabei betreibt die Familie eine Heiratspolitik
, die einem Adelshaus würdig wäre. Insgesamt gilt die Familie in Efferdas als hochehrbar, obwohl der Umgang mit
Konkurrenten und "Abtrünnigen" gelinde gnadenlos zu nennen ist.
Geschichte
Die Gerber wurden bis vor wenigen Götterläufen gar nicht zu Patriziern der Stadt gezählt, obwohl sie schon seit mehr als 200
Götterläufen in Efferdas ansässig sind. Die Familie stammt ursprünglich aus Grangorien und verdingte sich anfangs als Wollfärber
für die Changbari. Zu Reichtum gelangte die Familie indem sie sich für nichts zu schade war. Gerberei, Färberei, Abdeckerei,
Rattenfänger, Straßenkehrerei, Instandhaltung der Abwasserkanäle, zu Allem, wofür sich andere zu schade sind, war ein Gerber
bereit. Als das anrüchige Gewerbe der Färber aus der Stadt verbannt wurde, baute ein Gerber die Vorstadt -die so genannte
Gerberstadt. Alle anderen Patrizierfamilien waren trotzdem sehr überrascht, als sich die Familie als vermögend genug erwies
, einen Sitz in der Signoria zu erwerben.
Auftreten
Fällt der Name Gerber, so rümpft ein "anständiger" efferdischer Patrizier und auch einfacherer Bürger noch immer die Nase.
Dabei loben Tagelöhner und Bedienstete die Familie als großmütig und Unvoreingenommene den Feinsinn ihrer Mitglieder. Nur
die wenigsten wissen, dass die Gerber den Hesindetempel großzügig unterstützen. Die Familie ist aber auch zu bescheiden (oder zu klug?),
um damit zu prahlen.
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