Von den Menschen Efferdiens
Der Efferder [moderner Efferdier, auch Efferdaner (zumeist jedoch zur Bezeichnung der Bürger der Stadt verwandt), niemals
aber Efferdaser o.ä.] erschließt sich dem Fremden auf den ersten Blick als typischer Bewohner des lieblichen Feldes.
Besonderheiten erschließen sich eben jenem Fremden, der von den vielen Efferdern gerne unisono als Landratte angesprochen wird,
schon aus diesem nicht übermäßig abfällig gemeinten (Un)Ehrentitel. Der typische Efferder (der typische Efferdaner sowieso)
sieht sich dem Herren Efferd und seinem Element näher als den anderen Zwölfen und den Herren Efferd ihm näher als dem Rest
der Menschheit, selbst wenn er noch nie die Planken eines Schiffes betreten hat oder gar zur See gefahren ist. Diesem tief
empfundenen Glauben, den auch den efferdische Landmann den Herren Efferd für den stets ausreichend und sanft fallenden Regen
als auch für die langen Sonnenstunden ohne Wolken danken lässt, entspringt zum einen sicherlich der besondere Mut, für den
efferdische Seefahrer weithin berühmt sind, als auch zum anderen die selbst für liebfeldische Verhältnisse große Weltoffenheit
der Efferder. So tritt man den Landratten auch stets freundlich und offen gegenüber, was man dem Efferder am besten damit
dankt, ebenso freundlich und offen von seinem woher und wohin zu erzählen. Ja es sei dem Neuankömmling sogar
dringend angeraten dem Efferder freundlich gegenüber zu treten. Denn seinem Gotte gleich neigt er dazu ein wenig aufbrausend
zu sein. Doch keine Angst Fremder zumeist ist er lebensfroh wie ein junger Quell und verfällt nur selten in eine Schwermut,
die dem Meer an einem regenverhangenen, diesigem Tage gleich.
Vorstehende Quelle beschreibt den Menschenschlag der Efferder wahrhaft trefflich, doch soll ergänzend nicht unerwähnt bleiben, dass natürlich auch der Hesinde- wie der Rahjakult (nicht umsonst wird die Stadt Efferdas so manches mal Klein-Belhanka genannt) in Efferdas weit verbreitet ist. Auch der Rondrakult hat durch das Grab des heiligen Gevron in Letran manch eifrige Anhänger. Alle anderen Kirchen der Zwölfe jedoch haben zumeist nur kleine Tempel oder Schreine, die häufig auf Stiftungen einzelner Signoris oder Patritzier gründen. |
