Efferdas nimmt Grafen gefangen
Neuer Tiefpunkt für das Haus Crasulet
Efferdas/Belhanka
Wie das BB berichtete
ist der Graf von Belhanka auf Antrag der Stadt vom Reichsgericht
verurteilt worden, seine Herrschaftsinsignien zu überstellen.
Leider jedoch befinden sich die allermeisten dieser Insignien schon
lange nicht mehr im Besitz des Hauses, da z.B. auch viele der damit
verbundenen Privilegien schon lange, um den immensen Geldbedarf des
Grafen und seiner Vorgänger zu decken, veräußert
worden sind.
Als
das Urteil in der Stadt Rahjas bekannt geworden war, kam es nach
einigen Tagen sowohl vor dem Stadtpalais des Grafen (welcher im
Besitz der Dame Terdellion ist) als auch vor der Dependance der
Baronin von Efferdas (welche im Besitz vieler der angesprochenen
Privilegien ist) zu Zusammenrottungen des belhankaner Pöbels.
Kurz
nach Erscheinen des BB schließlich setzte die zufällig gen
Belhanka gereiste Baronin von Efferdas diesem Spuk ein Ende, indem
sie das sie bedeckende Halbbanner efferdische Gardereiterei gegen den
Pöbel vorgehen ließ, welcher die Meute sowohl vor der
efferdischen Dependance wie dem Palais des Grafen (der Dame
Terdellion) zerstreute.
Hernach
wurde, wie die Baronin verlauten ließ, das Palais durch
efferdische Garde gesichert und dem Grafen zu seinem eigenen Schutze
fürderhin untersagt, dieses zu verlassen. Es wurde betont, dass
dies nur zum Besten des Grafen geschehe, hätten doch die wenigen
Söldlinge des Grafen weder dem Pöbel noch den Efferdiern
viel Gegenwehr entgegengestzt. Verständlich, so sei der Graf
doch schon wieder zwei Monde den Sold schuldig geblieben.
Die
Frage sei gestattet, ob dies nun das Ende des Grafen von Belhanka
oder nur ein weiterer Tiefpunkt ist: Herr einer Grafschaft, in der er
schon lange nicht mehr herrscht, gefangen gesetzt in einem Palais,
welcher ihm schon lange nicht mehr gehört, durch die Soldaten
seiner ärgsten Widersacherin, in einer Stadt in der er nicht
mehr sicher und die nur noch seiner Frau untertan ist.
Beinah
scheint es, dass die beiden großen Damen Belhankas ihn nunmehr
vollends zu ihrem Spielball degradiert haben.
Armes
Haus Crasulet...
Efferdas Das Haus der Ungefreiten
Das Haus Efferdas bricht
mit den Häusern Oikaldiki und Veliris und stellt sich auf Seite
von Aldare Firdayon
Efferdas, Belhanka, Veliris, Neetha
Das kleine Haus Efferdas, das unter der Führung
der Baronin Elanor in den letzten Jahren auch durch vorteilhafte
Heiratskontrakte seinen Einfluß im gesamten Reich beträchtlich
mehren konnte, hat mit den Häusern Oikaldiki und Veliris
gebrochen. Dabei wurde das Verlöbnis zwischen Caliane ay
Oikaldiki der einzigen Tochter der Ehefrau von Prinz Timor Lutisanaay
Oikaldiki und dem Erbbaronet Eslam von Efferdas dem einzigen Kinde
der Baronin von Efferdas aufgekündigt und die Ehe zwischen dem
Bruder der Baronin von Efferdas Ebius von Efferdas-Cintana und der
Tochter des Barons von Veliris aufgrund der Kinderlosigkeit des
Paares annulliert.
Während bei der annullierten Ehe schon seit
längerer Zeit allerlei gegenseitige Schuldzuweisungen und
Vorwürfe der Vertragsbrüchigkeit die Runde machten und man
das Verhältnis der beiden Familien als durchaus belastet konnte,
geschah die Aufkündigung des Verlöbnisses mehr als
überraschend. Dabei hatten sich Anfang des Mondes die beiden
Damen -wie es hieß- zu „schwesterlichen Konsultationen“ in
Belhanka getroffen. Dieses Treffen war auf drei Tage angesetzt, an
dessen Ende ein festliches Bankett geplant war, zu dem es aber nicht
mehr kam, weil beide Damen bereits nach wenigen Stunden mit
verschlossenen Mienen die Heimreise antraten. Zwei Tage später
wurde in Efferdas die Aufhebung der Verlobung verkündet und
zugleich Aldare Firdayon als neuer Horas die Treue des Hauses
Efferdas versichert.
Gerüchte besagen, dass sich Lutisana ay
Oikladiki sich ausser Stande sah, im Namen ihres Gatten das Streben
der Baronin nach der Grafenwürde zu Belhanka zu unterstützen
und darob Elanor von Efferdas nicht mehr bereit war, Prinz Timor im
Erbfolgestreit bei zu stehen.
In summa haben hier wohl beide Seiten Rückschläge.
So steht das vermögende und einflußreiche Haus Efferdas
nicht mehr an der Seite Prinz Timors, während nunmehr kein
Vertreter der Hauptlinie der Efferdas verheiratet oder versprochen
ist und die Bestrebungen bezüglich des Grafentitels einen herben
Rückschlag erlitten haben. Die Belhankaner jedoch mögen
frohlocken, können sie doch mit ihrem schwachen Grafen besser
umspringen als mit der resoluten Dame Elanor.
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